Freitag, 08.12.2017
Umsatzbringer Weihnachten

Zwischen Flut und Flaute

Lebkuchen, Adventskerzen, Christbaumständer: In den Wochen vor Weihnachten haben diese Produkte Hochsaison. Doch was geschieht nach den Feiertagen? Und mit welchen Strategien begegnen deutsche Mittelständler den Herausforderungen des saisonalen Geschäfts?
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Produkte, die nur an Weihnachten nachgefragt werden, zwingen Unternehmen zu einer anderen Denkweise.

 

Foto: Johannes Sill

Für die Nürnberger Firma Lebkuchen-Schmidt ist der wichtigste Tag des Jahres der Nikolaustag. Laut Geschäftsführer Gerhard Schmelzer (66) ist der 6. Dezember für sein Unternehmen das, was der Valentinstag für Blumenverkäufer ist: eine Mammutaufgabe. Knapp 100.000 der insgesamt rund 1,2 Millionen Pakete, die Lebkuchen-Schmidt pro Jahr verschickt, müssen allein an diesem Tag ausgeliefert werden. Damit das rechtzeitig passiert, arbeiten in Nürnberg zwischen September und Dezember 500 zusätzliche Kräfte in drei Schichten rund um die Uhr in der Lebkuchenproduktion und im Versand. Unabhängig von der Saison beschäftigt das Unternehmen etwa 300 feste Mitarbeiter. Insgesamt wurde im Jahr 2016 ein Umsatz von 81,6 Millionen Euro erwirtschaftet.

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