Donnerstag, 04.10.2018
Stand der Forschung zu Familienunternehmen

Worüber forschen?

Das wir-Magazin sprach mit Prof. Dr. Tom Rüsen, Geschäftsführender Vorstand des WIFU, über den aktuellen Stand der Forschung über Familienunternehmen in Deutschland.
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Das Wittener Institut für Familienunternehmen forscht seit 20 Jahren im Themengebiet der Familienunternehmen.

 

Foto: Universität Witten/Herdecke (UW/H)

Prof. Dr. Rüsen, in welchen Ländern wird Ihrer Meinung nach sehr gute wissenschaftliche Arbeit über Familienunternehmen geleistet? Wie positioniert sich Deutschland in diesem Umfeld?

Die USA haben bereits in den achtziger Jahren des vergangenen Jahrhunderts mit gezielter Forschung zu Familienunternehmen begonnen und sich zu einer hier führenden Forschungsnation entwickelt. Viele Lehrstühle und Institute mit Familienunternehmensbezug sind an amerikanischen Universitäten angesiedelt. In Deutschland gab es lange Zeit neben dem WIFU ein bis zwei weitere Institute, die aber immer an einer Person hingen und nach deren Weggang verweist sind. Mittlerweile haben sich erfreulicherweise weitere Institutionen an privaten und öffentlichen Bildungseinrichtungen etabliert. Gemessen an der Bedeutung von Familienunternehmertum in unserer Wirtschaft, ist das immer noch viel zu wenig. Eigentlich müsste jede betriebswirtschaftliche Fakultät über einen Family-Business-Experten verfügen. Ich hoffe, Deutschland wird sich hier weiter international profilieren.

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