Donnerstag, 07.03.2019
Hat das Organigramm ausgedient?

B. Braun Melsungen: Kopfkino

Der Pharmakonzern B. Braun Melsungen will seine Arbeitsstrukturen ändern und möchte weg vom Denken im Organigramm. Diesen Prozess haben der Vorstandsvorsitzende Heinz-Walter Große und Kommunikations- und HR-Chefin Bernadette Tillmanns-Estorf im Buch „Tasks & Teams“ zusammengefasst. Wie radikal kann ein Unternehmen, das über 60.000 Mitarbeiter beschäftigt, Etabliertes verändern?
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Beim Pharmakonzern B. Braun Melsungen möchte man Denken und Arbeiten neu interpretieren.

 

Foto: Creative-Touch/DigitalVision Vectors/Getty Images

Frau Dr. Tillmanns-Estorf, Herr Prof. Große, in Ihrem Buch beschreiben Sie, wie B. Braun in Zukunft arbeiten möchte. Warum haben Sie begonnen, die Lebensberechtigung des Organigramms zu hinterfragen?

Große: Ich bin seit 40 Jahren im Unternehmen. Die Arbeit hat sich in dieser Zeit grundlegend verändert, nur eines ist gleichgeblieben: die Organigramme. Organigramme fördern „Denken in Kästchen“, schaffen Silos und sind nicht mehr zeitgemäß. Sie haben die Tendenz, ständig größer zu werden, da jede neue Aufgabe einen neuen Mitarbeiter und damit ein neues Kästchen verlangt. Wenn wir dauerhaften Personalaufbau stoppen wollen, müssen wir Arbeit neu verteilen und die in den Organigrammen verankerten Grenzen sprengen.

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