Donnerstag, 08.03.2018
Fokus_Start-ups

Zurück in die Zukunft

Gründergeist und neue Technologien für die eigene Zukunftsfähigkeit – das suchen etablierte Familienunternehmen in der Kooperation mit Start-ups. Doch sie scheuen das Risiko. Stehen die klassischen unternehmerischen Tugenden erfolgreichen Investitionen im Weg?
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Eine Legende am Stecker: Würde der DeLorean aus dem Kultfilm „Zurück in die Zukunft“ heute mit Elektroantrieb fahren? Auch Familienunternehmen müssen sich weiterentwickeln und tanken Technologien und Gründergeist in der Kooperation mit Start-ups.

 

Foto: Pixabay & vladwel/iStock/Thinkstock/Getty Images

Wären im Jahr 1908 der Apotheker Carl Braun und der Chirurg Dr. Franz Kuhn nicht zufällig im Speisewagen eines Zuges aufeinandergetroffen, gäbe es die Firma B. Braun Melsungen in ihrer heutigen Form vielleicht nicht. Braun, Enkel des Unternehmensgründers Julius Wilhelm Braun, kam mit dem Mediziner ins Gespräch: Um die Entzündung von Wunden zu vermeiden, plante Kuhn die großflächige Herstellung eines sterilen Materials zum Vernähen von Verletzungen – doch es fehlte ihm ein fachlich versierter und finanzkräftiger Partner. Braun ließ sich im Zuge der Fahrt von der Idee überzeugen. Im selben Jahr produzierte B. Braun erstmals steriles Nahtmaterial und legte damit einen Grundstein für die Entwicklung des Medizintechnikunternehmens, das heute mehr als 60.000 Mitarbeiter beschäftigt und über 6,5 Milliarden Euro Umsatz macht.

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