Freitag, 07.06.2019
Fokus_Familienbande

WEPA: Jetzt noch reißfester

Familienverfassung, Familientage, sogar eine eigene Zeitschrift für die 18 Familienmitglieder – wenn es um die Organisation der Unternehmerfamilie geht, machen die Krengels, Inhaberfamilie des Hygienepapierherstellers WEPA, keine halben Sachen. Woher kommt das Bedürfnis nach Sicherheit und Struktur?
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Der Kreis wird größer: Die Unternehmerfamilie Krengel, hier auf einem Bild von 2016, umfasst heute 18 Mitglieder aus drei Generationen.

 

Foto: WEPA

Viele Familienunternehmen haben einen Gründungsmythos: eine gute, oft erzählte Geschichte über die Entstehung einer Produkt- oder Geschäftsidee, die den Grundstein für den unternehmerischen Erfolg bildet. Auch die Westfälische Papierfabrik, kurz WEPA, im sauerländischen Arnsberg hat so eine Geschichte. Allerdings beschreibt sie nicht die Geburtsstunde des Familienunternehmens, das 1948 von Paul Krengel gegründet wurde, sondern vielmehr die der eng verbundenen Unternehmerfamilie an sich: Bei einem sonntäglichen Mittagessen Anfang der achtziger Jahre, so geht die Erzählung, soll der jüngste der vier Söhne, Martin Krengel, seinem Vater Paul den Entschluss mitgeteilt haben, als Fußballtorwart bei Preußen Münster anheuern zu wollen, statt in den elterlichen Betrieb einzusteigen. Die Reaktion des Vaters sei knapp und drastisch gewesen: „Dann enterbe ich dich.“ Darauf habe sich Wolfgang, der Zweitälteste, eingemischt: „Dann gehen wir alle.“

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