Donnerstag, 08.08.2019
Fokus_Familienbande

HGDF Familienholding: Locker bis schmerzhaft

In mehr als 280 Jahren Unternehmensgeschichte hat sich das Unternehmen der Flensburger Familie Dethleffsen vom Händler und Hersteller zu einer diversifizierten Beteiligungsgesellschaft entwickelt. Andreas Dethleffsen, Geschäftsführer der HGDF Familienholding, über das heutige Selbstverständnis und die Organisation der Unternehmerfamilie.
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Nostalgische Ursprünge: 1739 gründete Christian Dethleffsen ein Handelshaus. Wie blickt die achte Generation auf das Unternehmen?

 

Foto: Gianni Beretta / iStock / Getty Images Plus

Herr Dethleffsen, die HGDF Familienholding ist heute ein Dach für verschiedenste Tochtergesellschaften und Geschäftsmodelle. Welche Verbindungslinien gibt es noch zu den Wurzeln des Geschäfts?

Eine Linie, die sich durchzieht, ist die Diversifizierung. In mehr als 280 Jahren durchläuft eine Firma viele Krisen. Die ersten Erfolge hatte die Familie zum Beispiel mit dem Import von Zuckerrohr – der dann durch den heimischen Anbau der Zuckerrübe massiv an Bedeutung verlor. Situationen wie diese zu meistern gelang auch deswegen, weil man sich nie auf nur eine Sache konzentriert hat. Neben dem Westindienhandel hat es etwa auch immer Handel im Ostseeraum gegeben. Sogar zu der Zeit, als der Fokus stark auf dem Spirituosengeschäft lag, gab es keine Konzentration auf nur eine Marke. Es war immer klar: Es wird sich viel verändern, und wer lediglich eine Karte im Spiel hat, kann darauf nicht reagieren. So kam es zu den frühen Beteiligungen, unter anderem an Queisser Pharma.

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