Freitag, 09.12.2016
Fokus_Mein Ding

Der leise Missionar

Seit gut sechs Jahren steht Julius Dittmann an der Spitze des wohl bekanntesten deutschen Skate-Shops, der Titus GmbH aus Münster. Er ist unangepasst wie sein Vater Titus, macht daraus aber keine große Show. Und vor allem macht er vieles ganz anders.
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Auf dem Brett, das seine Welt bedeutet: Julius Dittmann

 

Foto: Maik Giersch

Mit Skateboards verhält es sich wie mit Laufschuhen: Sie sind nur cool, wenn sie benutzt werden – und auch so aussehen. Je mehr Schrammen ein „Deck“, wie das Brett im Fachjargon heißt, hat, umso aktiver ist der Besitzer. Jeder Aufkleber, jede Bemalung, jede Macke in den sieben Schichten Ahornholz, aus denen das Deck traditionell besteht, macht es zu einem Unikat. Und adelt seinen Nutzer, der sein Board so lange fährt, bis das Material nachgibt: Erst das verschlissene Brett ist das wahre Erkennungszeichen, die Trophäe des aktiven Skateboarders. Wenn es danach geht, ist das Büro von Julius Dittmann (33) voll von Trophäen. Fein säuberlich nebeneinander aufgereiht liegen seine alten Boards unter den Glasplatten des großzügig bemessenen Besprechungstisch in seinem Büro. So hat der Geschäftsführer der Titus GmbH in Münster den Gegenstand seines Geschäfts und seiner Leidenschaft immer im Blick.

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