Freitag, 10.03.2017
Fokus_Massarbeit

Blech zu Gold

Georg Philipp Alexander, siebte Generation des gleichnamigen Herstellers von Blechblasinstrumenten in Mainz, hat es nicht leicht in einem engen Markt. Um zu bestehen, bindet er in aller Welt renommierte Hornisten an das eigene Haus – und macht sie zu Botschaftern für sein Produkt. Wie gelingt ihm das?
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Handwerkskunst: Bis zu 1.600 Arbeitsschritte stecken in einem Instrument aus der Manufaktur Alexander in Mainz.

 

Foto: facebook.com/gebralexander

Es ist ein Sonntagabend im Oktober 2014. In der Philharmonie am Gasteig in München wird gleich die Verleihung des „Echo Klassik“ gefeiert. Draußen ist der rote Teppich ausgerollt, gesäumt von Schaulustigen und Sicherheitsleuten, das ZDF überträgt live. In Smoking und großer Robe stolzieren im Sekundentakt die Stars der internationalen Klassikszene vorüber: Anne-Sophie Mutter und Diana Damrau sind dabei, Rolando Villazón und Yannick Nézet-Séguin. Auch die britische Star-Hornistin Sarah Willis ist unter den Gästen, gibt Autogramme, moderiert, posiert. Als wären ihre gelockte Mähne und das glamouröse schwarz-weiße Neckholderkleid nicht Hingucker genug, trägt sie ein unerwartetes Accessoire: Mit ihr um die Wette strahlt ein großes, vergoldetes Horn, das sie für die Kameras triumphierend in die Höhe reckt.

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