Freitag, 08.12.2017
Gastbeitrag von Dr. Jörg Mittelsten Scheid

Schlaue Gesellschafter?

Die Qualifizierung von Gesellschaftern kommt an ihre Grenzen, sobald diese ihre Kompetenzen überschätzen und mehr Schaden anrichten als Gutes tun.
Dr. Jörg Mittelsten Scheid, Vorwerk, Vorwerk & Co.KG., Gesellschafter, Berater, Unternehmensstrategie

Sind Gesellschafter überhaupt dazu in der Lage Unternehmenssituationen richtig einzuschätzen?

 

Foto: daizuoxin/iStock/Thinkstock/Getty Images

In jüngster Zeit häufen sich Veröffentlichungen von Beratern, Seminaranbietern und wissenschaftlichen Instituten über den Nutzen der Qualifizierung und Ausbildung von Gesellschaftern in Familienunternehmen. Meist ist die Rede davon, wie wichtig es sei, ein gemeinsames Selbstverständnis als Unternehmerfamilie zu entwickeln, um das Verantwortungsgefühl für das Unternehmen zu stärken und Konflikte innerhalb der Familie zu vermeiden. Ein weiteres Ziel sei, so ist oft zu lesen, Gesellschafter so zu schulen und auszubilden, dass sie bei wichtigen Unternehmensentscheidungen auf Augenhöhe mit der Geschäftsführung und im Beirat diskutieren können. Und auch um zum Beispiel Wettbewerber, A-Kunden und -Lieferanten oder Schlüsselmitarbeiter fundiert zu analysieren und zu bewerten, könne man sich ausbilden und qualifizieren – über Seminare und Fortbildungsprogramme von externen Anbietern.

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