Freitag, 09.06.2017
Generationenwechsel bei Aerocom

Neue Leitung im "Fabrikle"

Wolfram Pfitzer erwarb 1996 mit einer hohen Finanzierung der Banken die Aerocom GmbH, einen schwäbischen Hersteller von Rohrposttechnik mit 250 Mitarbeitern. Jetzt hat er die Firma zu gleichen Teilen auf seine Söhne übertragen, die Tochter erhält Immobilien. Geht das gut?
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Wolfram Pfitzer (Mitte) setzt bei der Nachfolge auf klare Regeln und Vertrauen. Seine Söhne Roland (links) und Rüdiger (rechts) müssen jetzt zeigen, dass sie nicht nur als Brüder, sondern auch als gleichberechtigte Geschäftsführer klarkommen.

 

Foto: Aerocom GmbH

Wenn dein Vater mal einen guten Mann sucht, dann soll er mich anrufen“, sagte Wolfram Pfitzer 1981 zu einer alten Schulfreundin. Damals ahnte er nicht, dass dieser Anruf sein Leben entscheidend verändern sollte. Der Vater, ein etablierter Unternehmer auf der Schwäbischen Alb, meldete sich tatsächlich. Denn er brauchte tatkräftige Unterstützung: Er hatte im Jahr 1980 die Firma Aeropost aus einer Konkursmasse erworben, ein „Fabrikle“, das bis über beide Ohren in Schwierigkeiten steckte. Das Unternehmen wies über 2 Millionen D-Mark Verluste aus. Wolfram Pfitzer zögerte nicht und trat damals als Berufseinsteiger und Werksleiter ein.

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