Freitag, 08.09.2017
Paradoxe Anforderungen an Familienunternehmer

Kopf oder Kelch?

Die wissenschaftlichen Untersuchungen zu Familienunternehmen häufen sich – doch wie steht es um die Unternehmerfamilie? Das Wittener Institut für Familienunternehmen (WIFU) entwirft das Bild der „verdoppelten Familie“, die ständig zwischen zwei unterschiedlichen Identitäten hin und her wechseln muss. Wie können Unternehmerfamilien mit dieser paradoxen Anforderung umgehen?
Torsten Groth, Arist von Schlippe, Tom Rüsen, Familienunternehmen, WIFU, Wittener Institut für Familienunternehmen, Seiten Unternehmerfamilie, Familienunternehmen Identität

Familie hat in der modernen Gesellschaft neben der Kindererziehung die hauptsächliche Funktion, ihren Mitgliedern einen Rückzugsraum zu sichern, eine Art „Gegenwelt“ individueller Anerkennung und emotionaler Verbundenheit zu bieten, während man sich „draußen“ den Herausforderungen des Arbeitslebens stellen muss. Auf diese rein emotionale Unterstützungsfunktion können sich Unternehmerfamilien jedoch nicht zurückziehen. Die Trennung von Arbeit und Familie ist hier nicht in dem Maße vollzogen. Als Eigentümerin eines Unternehmens muss eine Familie zusätzliche Aufgaben übernehmen. So kommt es zu einer Konkurrenz zwischen dem, was eine Familie eigentlich leisten sollte, und dem, was eine Unternehmerfamilie leisten muss.

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