Dienstag, 11.09.2018
Die Bedeutung von intergenerativem Eigentum

Wem gehört der letzte Wille?

In der Wahrnehmung vieler Gesellschaften sind Fragen des Erbens eng mit der Frage der Ungleichheit verknüpft. Welche Bedeutung hat intergeneratives Eigentum für Wirtschaft, Politik und Gesellschaft?
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Die Stiftung Familienunternehmen hat die Debatte über die Bedeutung und Relevanz von Eigentum in einem neuen Buch aufgegriffen und aus unterschiedlichen Perspektiven beleuchtet.

 

Foto: William_Potter/iStock/Thinkstock/Getty Images

Die meisten Menschen nehmen Privateigentum von ihrer individuellen Perspektive aus als ausgesprochen attraktiv wahr. Die Betrachtung der Menschheitsgeschichte legt nahe, dass es an dieser wertfreien These keine allzu großen Zweifel geben kann. Spätestens seit der Neolithischen Revolution, also seit Menschen sich von Jägern und Sammlern weiterentwickelt haben und sesshaft geworden sind, scheint es für die meisten Menschen ein Bedürfnis zu sein, Vermögen in Form von materiellem, monetärem oder geistigem Eigentum aufzubauen. Das materialistische Eigeninteresse des Einzelnen ist die Grundlage der modernen Gesellschaft. Dabei sind die Motive für den Vermögensaufbau seit jeher so unterschiedlich wie die individuellen und gesellschaftlichen Voraussetzungen dazu. Manch einer möchte sich vor den Risiken des Lebens absichern, schließlich lassen sich diese in der Regel besser überstehen, wenn für schlechte Zeiten vorgesorgt ist. Manch einer sieht Vermögensaufbau aber auch als Sinnbild der persönlichen Lebensleistung. Letztlich ist eines allen akkumulierten Vermögen gemein: Sie überdauern den Tod ihres Eigentümers. Doch wem gehören die Handlungs- und Verfügungsrechte am hinterlassenen Eigentum?

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