Freitag, 02.03.2018
Vermögen in Gefahr

Versteckte Kosten im Family Office

Eine aktuelle Forschungsarbeit über Governance-Herausforderungen in Family Offices kommt zu alarmierenden Ergebnissen: Weil Interessen divergieren und Anreizsysteme fehlen, gefährden opportunistische Single Family Officer mit ihren Investmententscheidungen das Familienvermögen.
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In die eigene Tasche? Gehen Single Family Officer mit dem Vermögen sorgfältig genug um? Eine Forschungsarbeit klärt auf.

 

Foto: Sasha_Suzi/iStock/Thinkstock/Getty Images

Von Generation zu Generation nimmt die Komplexität an privatem Vermögen zu. Um die gestiegenen ­Wealth-Management-Bedürfnisse von Vermögensinhabern erfüllen zu können, gründen immer mehr Unternehmerfamilien ein eigenes Family Office. Obgleich jedes Family Office so divers ist wie die Erwartungen und Interessen einzelner Familienmitglieder, kann man es als Organisation beschreiben, die sich in Familien­eigentum befindet und neben klassischen Investmentthemen auch nichtfinanzielle Dienste erbringt, wie beispielsweise das Heranführen der jungen Generation an das Unternehmertum. Ein Family Office ist damit mehr als nur ein reines Investmentoffice: Es trägt durch das Management des Vermögens sowie komplexer Familienverhältnisse dazu bei, den Vermögens- und Familienzusammenhalt über Generationen hinweg zu sichern. Aufgrund seiner Schnittstellenfunktion zwischen der Familie sowie ihren privaten und betrieblichen Assets stellt das Family Office Vermögensinhaber regelmäßig vor Governance-Herausforderungen, die Kosten verursachen. Dabei lassen sich zwei zentrale Kostenarten identifizieren: Family-Blockholder-Kosten und Double-Agency-Kosten.

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