Donnerstag, 07.02.2019
Herzblut

Reiner Meutsch: "Ich wollte mein Gewissen beruhigen"

Viele Familienunternehmer setzen ihr Herzblut und ihre Ressourcen für ungewöhnliche Zwecke ein. Warum? Im Gespräch mit dem Stifter Reiner Meutsch.
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Ein Großteil der Familienunternehmer nutzt Mittel und Wege, um in verschiedenen Teilen der Gesellschaft zu helfen.

 

Foto: Alfa Studio/iStock/Thinkstock/Getty Images

Herr Meutsch, Ihre Stiftung setzt sich für Bildung in Entwicklungsländern ein. Gab es ein Schlüsselerlebnis für dieses Engagement?

Ich lernte noch während meiner Zeit beim Reiseunternehmen Berge & Meer ein Kind in Jordanien kennen, das um elf Uhr morgens mit einer Kalaschnikow herumlief. Ich fragte: „Was macht du hier?“ Der Junge meinte: „Ich schieße gegen die da drüben“, und zeigte in Richtung Israel. Ich entgegnete: „Lernt ihr in der Schule nicht, dass man so etwas nicht tut?“ Es stellte sich heraus, dass der Vater des Jungen das Schulgeld nicht bezahlen konnte und das Kind deswegen auf der Straße war. Damals habe ich den Entschluss gefasst, dass ich, wenn ich mal zu Geld kommen sollte, dafür sorge, dass Kinder Bildung bekommen.

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