Freitag, 14.10.2011
Familienunternehmer und Erziehung

Die innere Stimme

Unternehmer wollen ihre Kinder zu verantwortungsvollen Menschen erziehen. Das gelingt, wenn Kinder lernen, auch sich selbst gegenüber verantwortlich zu handeln. Vom Sinn und Unsinn der Verantwortung in Unternehmerfamilien.

Wenn in Unternehmerkreisen von Verantwortung die Rede ist, geht es um Verantwortung für das Unter - nehmen oder die Belegschaft, um gesellschaftliche Verpflichtungen oder schlicht um Eigentum, das laut Grundgesetz verpflichtet. Die nachfolgende Generation soll ebenfalls verantwortungsbewusste Erwachsene hervorbringen. Durch Vermittlung von Tugenden und Werten soll ihr ein stabiles Gerüst auf den Weg gegeben werden. Werte bieten zwar einen äußeren Orientierungsrahmen im Sinne von Idealen, doch vermitteln wir sie häufig auf wenig überzeugende Weise. Sie können dann dauerhaft kein verantwortungsvolles Handeln generieren. Wenn Eltern einer Fünfjährigen ihre Lieblingspuppe nehmen, um sie einem armen Mädchen zu schenken, wird sie kaum erfahren, was Großzügigkeit ist. Wenn der Zwölfjährige sein Testament schreiben muss, um Verantwortung zu lernen, wird er es vielleicht brav machen. Dabei wird ihm jedoch vor allem vermittelt: Verantwortung ist schwer. Verantwortung tragen ist eben auch nicht leicht, lautet ein Einwand. Mag sein. Aber wie wäre es, wenn man auch mit Leichtigkeit Verantwortung übernehmen könnte? Wenn wahres Verantwortungsbewusstsein sogar eine gewisse Leichtigkeit voraussetzte? Wenn Leichtigkeit sogar ein Erfolgsfaktor wäre?

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