Mittwoch, 05.06.2019
Herzblut

Alexandra Heraeus: "Viel ausprobieren"

Viele Familienunternehmer setzen ihr Herzblut und ihre Ressourcen für ungewöhnliche Zwecke ein. Warum? Im Gespräch mit der Stifterin Alexandra Heraeus.
Alexandra Heraeus, Heraeus Bildungsstiftung, Stiftung, Heraeus Stiftung, Stiftung Bildung, Lehrkraft Stiftung, Schulleiter Ausbildung, Johannes Sill, Familienunternehmen, Heraeus Familie, Heraeus Vorstand, Digitalisierung

Ein Großteil der Familienunternehmer nutzt Mittel und Wege, um in verschiedenen Teilen der Gesellschaft zu helfen.

 

Foto: Alfa Studio/iStock/Thinkstock/Getty Images

Warum haben Sie sich dazu entschieden, in der Heraeus Bildungsstiftung eine Vorstandsposition zu übernehmen?

Durch meine Familie und das Umfeld des Unternehmens hatte ich schon immer einen Zugang zu den Themen der Stiftung. Digitalisierung und Automatisierung werden einen großen Einfluss auf den Bildungssektor haben. Es ist mir ein Anliegen, mich in diesen Zeiten für den Bildungssektor einzusetzen. Die Schule ist eine entscheidende Stelle – nicht nur bei der Wissensvermittlung, sondern gerade auch bei der Persönlichkeitsbildung. Während meines Studiums habe ich die Herausforderungen, die auf uns als Gesellschaft und den Bildungssektor zukommen, miterlebt. Es ist ein komplexes Feld, für das es sich lohnt, sich einzusetzen.

Alexandra Heraeus, Heraeus Bildungsstiftung, Stiftung, Heraeus Stiftung, Stiftung Bildung, Lehrkraft Stiftung, Schulleiter Ausbildung, Johannes Sill, Familienunternehmen, Heraeus Familie, Heraeus Vorstand, Digitalisierung

Alexandra Heraeus ist Vorstandsmitglied der Heraeus Bildungsstiftung, die 1965 gegründet wurde. Die Stiftung unterstützt Schulleitungen und Lehrkräfte in Deutschland bei der Personal- und Organisationsentwicklung. Sie beschäftigt zehn Mitarbeiter bei einem Jahresbudget von gut zwei Millionen Euro.

 

Foto: Heraeus Bildungsstiftung

Welche Dinge faszinieren Sie an der Stiftungsarbeit?

Die Freiheit, Dinge zu entwickeln, schätze ich in unserer Stiftung. Wir sind eben nicht eine Förderstiftung, sondern entwickeln eigene Seminare und Veranstaltungen und setzen frühzeitig eigene Themen. Stiftungen können anders als Unternehmen, die gewinnorientiert denken, mehr experimentieren. Dabei sind wir sehr dicht an den aktuellen Themen unserer Nutzer und arbeiten eng zusammen. Das Wir-Gefühl, das zwischen Seminarteilnehmern und unseren Trainern aufkommt, wenn eigene Ideen in ein Seminar einfließen, aufgenommen und umgesetzt werden – das schätze ich an unserer Stiftung.


Was war der schönste Erfolg, den Sie bisher miterlebt haben?

Seit vielen Jahren bieten wir Seminare für Schulleitungen an. Seit 2017 gehören diese nun als verpflichtende Voraussetzung bei der Bewerbung von Schulleitern in Hessen dazu. Somit sind wir mehr als nur ein Anbieter für Seminare, sondern ein Indikator für besondere Qualität. Dass unsere Module so wichtig wurden, finde ich sehr beeindruckend und schön, weil es zeigt, dass wir hochwertigen Output liefern.